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Grabstein Kosten 2026: Preise nach Grabart, Material und Gravur

Ein Grabstein kostet je nach Grabart, Material und Gestaltung zwischen etwa 800 und 10.000 Euro. Für ein Urnengrab sind 800 bis 3.000 Euro üblich, für ein Einzelgrab 1.500 bis 5.000 Euro und für ein Doppelgrab 3.000 bis 10.000 Euro. Dazu kommen Fundament, Aufstellung und Genehmigung. Dieser Ratgeber erklärt jeden Preisfaktor und zeigt, wie Sie beim Steinmetz richtig vergleichen.

Aktualisiert im Juli 2026Lesezeit ca. 3 Min.Redaktionell geprüft

Grabstein-Kosten im Überblick

Grabart Grabstein inkl. einfacher Gravur (ca.)
Urnengrab (liegender oder kleiner stehender Stein) 800 bis 3.000 €
Einzelgrab (stehender Stein) 1.500 bis 5.000 €
Doppel-/Familiengrab (breiter Stein) 3.000 bis 10.000 €
Liegeplatte / Kissenstein 500 bis 2.000 €

Zusätzlich fallen an: Fundament und Versetzung mit 300 bis 800 Euro, Friedhofsgenehmigung mit 30 bis 150 Euro (siehe Friedhofsgebühren) sowie je nach Umfang die Gravur mit 10 bis 30 Euro pro Buchstabe oder als Pauschale. Der Grabstein wird meist erst Monate nach der Beisetzung beauftragt, wer aktuell eine Bestattung organisiert, findet hier zuerst passende Bestatter:

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Woraus sich der Preis zusammensetzt

  • Material: Granit ist robust, pflegeleicht und vergleichsweise günstig, der Standard. Marmor und Sandstein wirken edler, verwittern aber schneller und brauchen Pflege. Exotische Natursteine und Kombinationen mit Glas oder Bronze kosten deutlich mehr.
  • Herkunft: Importsteine (häufig aus Indien oder China) sind spürbar billiger als regionale Steinmetzarbeit. Wer Wert auf Handwerk aus der Region oder zertifiziert faire Herkunft legt, plant mehr ein, fragen Sie den Steinmetz nach Herkunftsnachweisen.
  • Größe und Form: Serienmodelle aus dem Katalog beginnen bei wenigen hundert Euro, handwerkliche Unikate vom örtlichen Steinmetz meist bei 2.500 Euro. Sonderformen, Skulpturen und aufwendige Kanten treiben den Preis.
  • Gravur und Ornamente: Vertiefte Standardschrift ist am günstigsten, erhabene Schrift, vergoldete Buchstaben, Porträtgravuren oder Bronzeapplikationen kosten jeweils mehrere hundert Euro extra.

Beispielrechnung: Einzelgrab, komplett

Position Serienmodell Steinmetz-Unikat
Stein inkl. einfacher Gravur (20 Zeichen) 1.600 € 3.200 €
Fundament und Versetzung 450 € 600 €
Genehmigung der Friedhofsverwaltung 80 € 80 €
Einfassung (optional) 900 €
Gesamt 2.130 € 4.780 €

Regeln des Friedhofs: erst lesen, dann kaufen

Jede Friedhofssatzung regelt zulässige Materialien, Maße, Farben und die Standsicherheitsprüfung, ein online bestellter Stein, der den Vorgaben widerspricht, wird nicht genehmigt. Der Steinmetz vor Ort kennt die Satzung und übernimmt den Genehmigungsantrag in der Regel für Sie. In vielen Bundesländern gilt zudem eine Nachweispflicht, dass Grabsteine ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt wurden.

Grabstein sparen oder ganz vermeiden

Vergleichen Sie zwei bis drei Steinmetzbetriebe, die Preisunterschiede erreichen oft 30 bis 50 Prozent bei gleicher Qualität. Liegeplatten und Kissensteine sind günstiger als stehende Steine und erfüllen denselben Zweck. Wer keine dauerhafte Grabpflege und keinen Stein möchte, findet in der Baumbestattung, der Seebestattung oder der Urnenwand pflegefreie Alternativen ganz ohne Grabmal. Einen Gesamtüberblick gibt der Ratgeber Bestattungskosten.

Häufige Fragen zu Grabstein-Kosten

Wann wird der Grabstein aufgestellt?

Bei Erdgräbern erst nach etwa 6 bis 12 Monaten, wenn sich das Erdreich gesetzt hat. Bis dahin markiert ein Provisorium (Holzkreuz oder Namenstafel) die Grabstelle. Bei Urnengräbern geht es meist schneller.

Braucht der Grabstein eine Genehmigung?

Ja, die Friedhofsverwaltung genehmigt Material, Maße und Standsicherheit nach der Friedhofssatzung. Der Steinmetz übernimmt den Antrag in der Regel für Sie.

Was kostet eine nachträgliche Gravur, etwa beim Doppelgrab?

Für den zweiten Namenszug vor Ort berechnen Steinmetze meist 300 bis 800 Euro, je nach Schriftart und Zugänglichkeit des Steins.

Lohnt der Grabstein-Kauf im Internet?

Online-Anbieter sind oft 30 bis 50 Prozent günstiger, liefern aber ohne Kenntnis der Friedhofssatzung. Klären Sie Maße und Material vorher mit der Verwaltung und kalkulieren Sie Versetzung vor Ort ein, sonst wird das Schnäppchen teuer.

Wer haftet, wenn der Stein umkippt?

Der Nutzungsberechtigte des Grabes, also in der Regel die Familie. Die jährliche Standsicherheitsprüfung des Friedhofs ist deshalb Pflicht, eine Grabmal-Haftpflicht ist über viele Privathaftpflichtversicherungen abgedeckt.

Kann ich den Grabstein in die Bestattungsvorsorge aufnehmen?

Ja, Grabmal und Gravur lassen sich im Rahmen einer Bestattungsvorsorge festlegen und finanzieren, dann entscheidet nicht später die Familie unter Zeitdruck.

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